Hedwig

Hedwig, so hieß Harry Potters Eule. Ihre Aufgabe war es, wichtige Nachrichten zu überbringen.

So gesehen könnte sie auch eine Künstlerin gewesen sein. Denn das Wort Kunst kommt von Künden und nicht von "Können". Hedwig war jedenfalls mein Star auf dem Hof. Ich habe mich fast schon in sie verliebt. Es ist wie es ist: Wenn eine Eule im Holz drin ist, muss man sie raus lassen. Dann geht das nichts anders. Und nächstes Jahr das Eichchörnchen!

"Was willst du bewirken?" Immer wieder stelle ich den Gästen diese Frage. Es ist dann überhaupt nicht einfach, in keines der vielen Fettnäpchen zu treten, die dabei in Gegend rum stehen. Absolute No-Gos sind "Ich will schrubben" oder "Ich will jetzt mit der xy-Maschine feilen". Dabei wären zulässige Antworten ja ganz einfach. Sie müsste lediglich klären, wo Holz weg soll. Nix anderes machen wir nämlich hier. Um einem Einwand von Marina vorzubeugen: Es stimmt nicht ganz. Manchmal braucht es auch ein Tröpchen Ponal um späte Katastrophen zu heilen, ein Metallstäbchen und ein Sockelchen, um die Kunstwerke auf Augenhöhe und ins rechte Licht zu rücken. 

Genau so wenigt geht die Frage: "Muss das alles weg?" Das wäre beidbeinig in die Näpfchen: Weder "Muss" noch "alles". In der Regel reichen mir ca. 80% und "müssen" muss man hier nichts. Man sollte eher klären, was man möchte. Am besten ohne die Verwendung des Wörtchens "so". Ist dann manchmal wie im echten Leben: "Was soll ich wollen?"

Ob die Gäste des Wochenende das wollten was sie getan haben, wird ihr Geheimnis bleiben. Ich vermute eher, es kam halt so. Aber man weiss es nicht. Kostproben gefällig? Guckst du.

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