Kurz vor Ende des Workshops

Kurz vor Ende des Workshops hat Gerhard die Kettensäge aus der Hand gelegt - widerwillig. Schließlich ist er ja ihretwegen gekommen. Aber irgendwie wollte er ja fertig werden.

Während Petra und Jürgen (er hört inzwischen auf alle Vornamen, die ich ihm andichte - sorry Jürgen) schon am Zweit- oder Drittkunstwerk rummachen, sägt und sägt Gerhard in aller Ruhe vor sich hin. Gut, er hat sich ja auch auf ein Brett eingelassen. Und er nimmt die 80%-Regel durchaus ernst. Das Teil ist nun ohne das Risiko eines Bandscheibenvorfalls zu bewegen und das trotz eines lichtgrauen Designersockels, den wir ihm heute noch gegönnt haben. Wenn Gerhard abends mit leicht glasigem Blick zugegeben hat, dass es für heute reiche, dann lag das nicht nur an den tropischen Bedingungen in der Steppe des Nordens. Kannst dich ja dann ab Montag in München bei der Arbeit wieder erholen Gerhard. Kunst ist halt kein Ponnyhof.

Petra - tiefenentspannt - schafft zwar haarscharf an der Grenze zu Gartenzwergen entlang. Aber wenn das Thema Gartenzwerge kreativ interpretiert werden müsste, dann hiese für mich die Antwort: Petra! Danke Petra, auch im Namen der beiden Männer. Deine kreativen "Einlassungen" waren erste Sahne.

Und Jürgen, der Novize unter meinen Holzkünstlern. Geduldig hat er seinen Hölzern eine schöne Form gegeben. "Klein aber fein", war sein Ansatz. Und ich habe wieder neues Holz kennengelernt: Mirabelle. Hatte ich noch nie. 

Und alle drei grüßen meine Gaby. Ja Pizzaservice ist eben nicht ganz das Gleiche.

2 Kommentare

  • Stefanie Kommentar vom 09. August 2018

    Ja,sehe ich richtig, dass da Rinde überlebt hat? Das bereichert die Kontraste sehr!

  • Jürgen Kommentar vom 10. August 2018

    Ja, das sind allerdings Reste einer Krankheit. Die Aprikose, nicht Mirabelle, wurde dadurch auf einer Seite ganz schwarz, was einen schönen Kontrast macht.

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